Bis zu zweimal im Monat findet unser Drei-Generations-Skatabend statt. Mein Opa, mein Vater und ich, teilweise zwei Stunden lang, am Kellertisch meines Großvaters sitzend. Der Kamin ist bereits eingeheizt, wenn wir in unserer Spielehölle eintreten. Ich bedaure es sehr, dass man heutzutage kaum noch eine Kneipe findet, in der fleißig Bier getrunken und Skat gespielt wird. Zahlreiche alte Geschichten zum Skatspielen im Stammlokal in der Jugendzeit meines Vaters ließen Bilder in meinem Kopf entstehen, die ich in den Strophen meines Songs “Skat” verarbeitete. Früher wurde noch in der Kneipe geraucht, sich regelmäßig getroffen und man lernte auch mal neue Gesichter kennen, die eine andere Spielweise und somit neue Spannung ins Spiel mitbrachten. Da damals noch um Geld gespielt wurde, hat man sich bei einem verlorenen Spiel umso mehr geärgert und man konnte die Emotionen der Mitspieler noch besser lesen.
